Der Bezirksapostel feierte bereits zum dritten Mal einen Festgottesdienst mit der Gemeinde in Glarus anlässlich der jährlichen Näfelser Fahrt, dem höchsten Feiertag im Kanton Glarus. Er wurde begleitet von Bischof Ruedi Fässler und Amtsträgern aus den Bezirken Zürich-See und Zürich-Oberland.
Die Wortverkündigung erwuchs aus 1. Korinther 15,57: «Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unsern Herrn Jesus Christus!»
Als Hinweis auf das Textwort sprach der Bezirksapostel schon das Eingangsgebet in Dankesform und formulierte auch die Bitten als Dank. Dazu führte er aus: «Wir würden staunen, wenn wir wüssten, was Gott alles von uns fernhält.» Anlass genug, um ständig zu danken.
Der Sieg im Bibeltext passt zum aktuellen Feiertag. Doch für uns ist der wahre Sieg das ewige Leben mit Gott, zurück in die Gemeinschaft mit ihm.
Sieg kann nur durch Jesus Christus errungen werden. Der Bezirksapostel fragte: «Feiern auch wir seinen Sieg über die Macht der Sünde, über Tod und Hölle?» Das Kämpfen bleibt uns nicht erspart. Gleichwohl dürfen wir an seinem Sieg teilhaben, denn aus Gnade haben wir Anteil am Wesen Jesus. Anteil am Sieg ist Gnade aus Gottes Liebe.
Taktisch kluges Handeln ist zu überraschen. Bei einem Angriff nicht zurückzuschlagen ist eine Überraschung, die friedensstiftend wirkt. Die grösste Macht ist die Liebe Gottes, welche in uns ausgegossen ist. Diese Liebe wird alle Zeiten überdauern und siegen. Ein göttlicher Sieg ist, ihn zu erkennen und an ihn zu glauben. Überwinde das Böse mit dem Guten, denn das hat Bestand und bringt uns näher zu Gott.
In seinem Predigtbeitrag erwähnte Bischof Ruedi Fässler, dass nicht die Übermacht des Bösen siegen werde, sondern die Vollmacht der Liebe Gottes. Gott schenkt uns den Sieg und damit sei jeder Gottesdienst eine Siegesfeier. Das löse Emotionen aus. Die Vergebung der Sünden schaffe in uns eine grosse Kraft und Siegesfreude sowie eine tiefe Dankbarkeit.
Ein Bezirksevangelist rief dazu auf, wie im Eingangsgebet beispielhaft gehört, mehr zu danken. Dem Nächsten mit dem einfachen Wort «DANKE» zu begegnen, sei wertschätzend. Viele Siege werden bejubelt und mit der Zeit wieder vergessen. Der Sieg, den Jesus errang, hat Bestand bis heute.
Schon in seinem Dienen erwähnte der Bezirksapostel, dass die Spendung der Gabe des Heiligen Geistes ein göttlicher Sieg sei. Ein Menschenkind werde zum Gotteskind. Zur grossen Freude der Mutter und der ganzen Gemeinde spendete der Bezirksapostel einem Kleinkind die Gabe des Heiligen Geistes.
Siege sollen gefeiert werden. Im Anschluss an den Festgottesdienst pflegten die Teilnehmenden Gemeinschaft und regen Austausch bei Glarner Speisen und Trank.