Herrlichkeit Gottes erleben

14.01.2024

Die Gemeinde Pfäffikon ZH feierte 2023 ihr 100-jähriges Bestehen mit verschiedenen Aktivitäten unter dem Motto: Meine Gemeinde – Mein Glaube – Meine Freude. Abschluss bildete ein Festgottesdienst, den der Bezirksapostelhelfer Thomas Deubel mit der Gemeinde sowie eingeladenen Gästen feierte. Zusätzliche Freude und Dankbarkeit bereitete die Segensspendung für ein Jubelpaar zu ihrer Gnadenhochzeit.

Der Bezirksapostelhelfer wurde von Bischof Rudolf Fässler und dem Bezirksvorsteher für Zürich-Oberland, Robert Anliker, begleitet. Als Bibelwort verarbeitete der Apostel den Psalm 27.4: Eines bitte ich vom HERRN, das hätte ich gerne: dass ich im Hause der HERRN bleiben könne mein Leben lang, zu schauen die schönen Gottesdienste des HERRN und seinen Tempel zu betrachten.

Dabei verglich der Apostel die Bedeutung des Tempels und das Gebet Davids aus dem Bibelwort zur alttestamentlichen Zeit mit dem Wirken Gottes in der heutigen Kirche. Damals wie heute fand bzw. findet eine Begegnung mit Gott statt. In einem Gotteshaus werden nicht nur Feste gefeiert, sondern es dient ebenso als Zufluchtsort bei Bedrängnis und Ängsten, um für das Überwinden des Bösen im Gebet Kraft zu erhalten. Ein Gotteshaus ist auch eine Stätte, um zu opfern und dadurch aus Dankbarkeit und Liebe dem Nächsten zu dienen.

Die Gemeinde erfährt die Herrlichkeit Gottes, seine Nähe, das Wirken des Heiligen Geistes im Gottesdienst. Sie erlebt seine Güte und Freundlichkeit und kann Gnade empfangen.

Auf die letzten 100 Jahre der Gemeinde Pfäffikon eingehend führte der Apostel an, wie eine Entwicklung stattfinden konnte. Zu Beginn war eine Einladung oder der Gottesdienstbesuch erfolgte in Begleitung der Eltern. Dann entwickelte sich das Vertrauen im Herzen. Durch den Glauben wurde im Gebet eine Beziehung zu Gott aufgenommen. Angekommen in der Gemeinschaft der Gemeinde fühlen sich die Gläubigen wohl – alle haben das gleiche Ziel.  

Bischof Rudolf Fässler wandte sich in seinem Predigtbeitrag mit einer Grussbotschaft an die Festgemeinde: «Ich bin darin guter Zuversicht, dass der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird’s auch vollenden bis an den Tag Christi Jesus» (Phil 1.6). Dazu führte er aus, wie in Pfäffikon vor 100 Jahren alles mit Gebet begonnen hatte. So wie Petrus auf dem Berg der Verklärung den Wunsch hatte: «Hier lass uns bleiben», rief der Bischof dazu auf, in der Gemeinschaft der Kirche Christi zu bleiben, denn Gott will vollenden.  

Zur Freude aller wurde noch ein weiteres, wohl seltenes Jubiläum gefeiert. Der Apostel spendete einem seit 70 Jahren verheirateten Ehepaar den Segen zur Gnadenhochzeit. Dabei erwähnte er die vorgängig zum Ausdruck gebrachte Dankbarkeit des Jubelpaares. In seiner Ansprache und im Gebet bekräftigte der Apostel, dass aus diesem Segen Gottes den Jubilaren Kraft und Frieden zuteilwerden möge (vgl. Psalm 29.11).

Im Anschluss an den Festgottesdienst bot ein reichlicher Apéro Gelegenheit für die Gemeinde, vergangene Zeiten, auch mit den geladenen ehemaligen Gemeindemitgliedern, Revue passieren zu lassen und auf die kommenden Zeiten anzustossen. Zu den Gästen zählten auch vier Geistliche anderer Kirchen in Pfäffikon, die der Einladung aufgrund von Kontakten in der Ökumene gefolgt waren.