In Begleitung von Bischof Rudolf Fässler und dem Bezirksältesten Roland Keller besuchte der Bezirksapostel die Gemeinde Lachen (Bezirk Zürich-See) und hielt am Mittwochabend den Gottesdienst. Der Gemeindechor erfreute die Teilnehmenden mit vielfältigen und -stimmigen Musikbeiträgen.
Bezugnehmend auf das Eingangslied «Hier ist mein Herz» erwähnte Bezirksapostel Jürg Zbinden, dass wir Gott unser Herz immer wieder aufs Neue schenken. Es ist das, was wir ihm geben können, im Wissen, dass er uns viel mehr gibt. Wir suchen seine Nähe und Gemeinschaft mit ihm. Unser Herz fragt nach Gott und seiner Wahrheit. Es fragt, was zu tun ist, dass wir nicht nur gesegnet werden, sondern auch ein Segen für andere sein dürfen. Dazu hat Gott uns bereits den Auftrag anvertraut, um uns auf eine besondere Aufgabe zuzubereiten.
Als Textwort diente der Psalm 66.16: «Kommt her, höret zu alle, die ihr Gott fürchtet; ich will erzählen, was er an mir getan hat.»
Dazu äusserte der Bezirksapostel folgende Kerngedanken:
- So wie der Psalmist eine Beziehung zu Gott hatte, haben auch wir eine besondere Beziehung zu ihm. Er ist für uns nicht der unbekannte, stumme Gott, sondern ein «Gesprächspartner», der zuhört.
- Beten ist nicht eine Einbahnstrasse. Gott möchte und wird zur rechten Zeit antworten, um Gewissheit in unsere Seele legen, dass er Anteil nimmt.
- Das Textwort ist eine Einladung: Ich trage etwas im Herzen, was mich bewegt und möchte es nicht für mich allein behalten. Wir dürfen nicht nur die sichtbare, sondern auch die unsichtbare Welt ansprechen und unser Gotterleben bezeugen.
- Gott spricht mit uns durch seinen Geist, lädt uns vorbehaltlos ein: Komm spür die Liebe und den Trost. Ich schenke dir den göttlichen Frieden des Auferstandenen in der Abendmahlsgemeinschaft. Das berührt unsere Seele wie auch der trinitarische Segen am Schluss des Gottesdienstes.
- Das möchten wir nicht nur für uns behalten. Dieses Heil soll ebenso anderen Menschen zuteilwerden, auch den Seelen in der jenseitigen Welt.
- Gott will, dass wir füreinander da sind. Er tut Grosses an uns und wir dürfen davon abgeben und dankbar sein.
- So sind wir angehalten, nicht nur von der Nächstenliebe zu sprechen, sondern sie auch in unserem Umfeld auszuüben.
- Gottesfürchtige wenden sich in Demut, Liebe und Vertrauen Gott zu. Sie fühlen sich zu ihm hingezogen, tragen den Glauben im Herzen und wollen die Botschaft Christi weitergeben.
Bischof Rudolf Fässler bekräftigte den Ruf des Psalmisten: «Kommt her, hört zu». Dazu führte er in seinem Predigtbeitrag aus, dass Gott dafür gesorgt habe, seine Botschaft über 2000 Jahre zu erhalten. Er habe immer wieder Menschen gefunden, welche die Botschaft weitergetragen hätten: «Gott liebt dich, Jesus wird wiederkommen».
Was bewegt unser Herz heute, wenn Gott für uns Begegnungen schafft? Wir wollen unseren Glauben bekennen, um für andere Menschen die Nähe Gottes erlebbar zu machen.