In Begleitung der zwei Bischöfe, der Bezirksvorsteher und ihrer Stellvertreter aus seinem Arbeitsbereich diente Apostel Reto Keller der Gemeinde Zürich-Hottingen in einem Gottesdienst.
Eingangs erwähnte der Apostel, dass wir es unseren Seelen gönnen sollen, wenn der HERR zum Gottesdienst und damit zur Nahtstelle von Diesseits und Jenseits einlädt.
Der Apostel verarbeitete ein Bibelwort aus Jesaja 33,22: «Denn der HERR ist unser Richter, der HERR ist unser Meister, der HERR ist unser König; der hilft uns!» Die Kerngedanken daraus waren:
Ein Richter ist nicht berufen zu bestrafen, sondern Recht zu sprechen. Auch wenn wir im natürlichen Leben urteilen und entscheiden müssen, überlassen wir dem dreieinigen Gott das Urteilen um der Gerechtigkeit willen. Insbesondere Jesus, denn er richtet ohne Ansehen der Person.
Jesus Christus ist unser Meister und lebte es uns vor im Wort und auch durch seine Taten. Er fordert nicht nur, sondern begleitet uns in all unserem Tun. Er ermutigt uns und kann auch einmal mahnen. Geben wir Jesus Christus Raum in unserem Handeln im Leben, in der Gemeinde und selbst im Beruf sowie in unseren alltäglichen Aufgaben. Die meisterliche Schaffenskraft Gottes kommt in der Schöpfung zum Ausdruck. Ein weiteres Meisterstück ist das Evangelium Jesu Christi. Das konnte nur Einer: Jesus Christus, der durch sein Opfer alles auf sich genommen hatte und allen Menschen, die das suchen oder wollen, den Weg zu Gott geöffnet hat. Was für ein Meisterstück, auch die Aussicht auf ein ewiges Leben und auf alles, was uns in den zukünftigen Dingen verheissen ist. Der Meister ruft uns, unsere Gaben in den Dienst des Herrn zu stellen.
Unter wessen Macht und Herrschaft stehen wir? Wenn wir sagen können, der HERR regiert in uns, er beeinflusst unser Handeln und Denken und leitet und lenkt uns, dann vertrauen wir uns Jesus Christus, dem König der Könige an. Ihm ist alle Macht im Himmel und auf Erden gegeben und er dient uns aus Liebe. Das königliche Gebot der Nächstenliebe verlangt von uns, nicht so sehr die Taten, jedoch zumindest die Seele des Nächsten zu lieben.
Gott hilft uns. Einer der vielen Hinweise darauf lesen wir im Buch Daniel 6,27-28: «Denn er ist ein lebendiger Gott, der ewig bleibt, und sein Reich ist unvergänglich, und seine Herrschaft hat kein Ende. Er ist ein Retter und Nothelfer, und er tut Zeichen und Wunder im Himmel und auf Erden». Suchen wir die Hilfe des Allerhöchsten und nehmen diese Hilfe an.
Bischof André Weidmann vertiefte die Impulse aus der Predigt und regte an, diese geistgewirkten Impulse aus dem Gottesdienst in den Alltag mitzunehmen und umzusetzen. In allem Tun und Lassen gelte es, auf die Bedürfnisse der Seele zu achten.
Bischof Ruedi Fässler betonte, dass das Gute zu entdecken und zu erkennen Frieden und Kraft schaffe. Er wies auf die Aufgabe der in Jesaja genannten Würdenträger hin, auch als Fürsorger und Diener des Volkes zu walten. Auch wir seien berufen, christliches Zeugnis und Diener des Nächsten zu sein.
Die zu Beginn des Gottesdienstes erwähnte Festversammlung in Christus wurde mit einer Amtsgabe bereichert. Apostel Reto Keller ordinierte einen Diakon zum Priester für die Gemeinde Zürich-Hottingen zur Freude aller Anwesenden. Der Apostel bezog sich in seiner Ansprache auf das zuvor gesungene Lied aus dem Gesangbuch mit dem hohen Anspruch, dass Christus in Wort und Wesen erlebbar werden solle.